Tagesgeldkonto
Die Eigenschaften des Tagesgeldkontos im Überblick
Das Tagesgeldkonto hat sich seit Beginn der Finanzkrise als sicherer Hafen für das Kapital von vielen Anleger erwiesen. Das Tagesgeldkonto bietet die Sicherheit eines Sparbuchs, gepaart mit einem Zinssatz von 3%. Im Vergleich zu einem Sparbuch schwankt der Zinssatz beim einem Tagesgeldkonto teilweise erheblich. Diese Schwankungen sind auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Geldinstitute den Zinssatz nach dem Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) ausrichten. Steigt der Zinssatz bei der EZB geben die Banken dies an die Kunden weiter.
Während viele Banken ein Tagesgeldkonto mit gleichbleibendem Zinssatz anbieten, gibt es wiederum eine Menge Anbieter z.B die Bank of Scotland, die innerhalb eines Jahres öfter den Zinssatz verändert. In den meisten Fällen bieten Banken ihren Kunden in den ersten Monaten konstant hohe Zinssätze an, die dann im Laufe der Zeit gesenkt werden.
Auf Grund der Einlagensicherung gehen weder Banken noch Anleger ein hohes Risiko ein, deshalb gilt das Tagesgeldkonto als sichere Geldanlage. Mit dem Wertpapiergeschäft sind teilweise höhere Renditen zu erwarten – das Risiko ist jedoch wesentlich höher.
Wer mit seinem Geld ein Rechenbeispiel machen möchte, wieviel im Monat von welchem Tagesgeldkonto an Rendite zu holen ist, kann dies mit dem Tagesgeldrechner tun, den bei bei Google problemlos suchen und finden kann. Hier kann der interessierte Nutzer berechnen, wie viel sein Geld nach Ende der Laufzeit ,,wert ist”.
Neben den großen bekannten Geldhäusern wie z.B. Der Sparkasse oder der Postbank bieten vor allem die Direktbanken wie die ING-Diba eine hohe Verzinsung an. Diese Institute bieten das Tagesgeldkonto oft im Paket mit kostenlosem Girokonto und Kreditkarte an. Der Grund, weshalb sich die Direktbanken diese Schnäppchen erlauben ist nicht schwer zu erklären. Direktbanken müssen nicht tausende Filialen betreiben. Sie beraten den Kunden lediglich online und in Einzelfällen auch per Telefon. Die Kosten für das Tagesgeldkonto halten sich auch in Grenzen, meistens ist ein Tagesgeldkonto zu haben.
Die Zeitpunkt der Ausschüttung der Zinsen, kann den Unterschied zwischen magerer und hoher Rendite ausmachen. Erfolgt die Auschüttung jährlich, verblasst der Effekt des Tagesgeldkontos. Am günstigsten für den Kunden bleibt immernoch die monatliche Ausschüttung. Hier ist der Zinseszins am höchsten. Die meisten Banken haben sich mittlerweile auf eine vierteljährliche Verzinsung festgelegt.
Bei der Zinsentwicklung auf dem Tagesgeldkonto sollten Kunden vor allem den Anbieter auswählen, der die Zinsen möglichst konstant hoch hält. Banken, die ständig schwanken und nur zu Beginn einen hochen Zinssatz anbieten, sollten möglichst vermieden werden, es sei denn der Kunde hat Interesse sich alle paar Monate einen neuen Anbieter zu suchen.
Die Besteuerung der Beträge hält sich auch in Grenzen. Singles bleiben bei Erträgen bis 801,- Euro steuerfrei, während Paare bis zu 1 602,- Euro steuerfrei an Rendite erhalten dürfen. Alle Beträge, die diese Grenze überschreiten, werden mit 25% Abgeltungssteuer belastet.
Insgesamt hat das Tagesgeldkonto viele Vorteile gegenüber dem renditeschwachen Sparbuch bzw. Girokonto und dem riskanten Wertpapiergeschäft. Besonders die Direktbanken bieten kostenlose Tagesgeldkonten mit attraktiven Verzinsungen an. Dem Tagesgeldkonto kann man außerdem beim “wachsen” zusehen, während die Erträge bis 801,- Euro bzw. 1 602,- Euro steuerfrei bleiben. Eine sicherere und gleichzeitig renditestarke Geldanlage ist kaum zu finden.